Skulpturenweg an der Rur

Skulpturenweg an der Rur 2018 

von 22.Juli bis 7. Oktober

52441 Linnich - Ruraue entlang der Rurallee

 

Eingang 1 gegenüber der Einmündung der Trumpgenstrasse auf die Rurallee

Eingang 2 kurz vor der ehemaligen Polizeischule

Die Teilnehmer

Willi Arlt

                                 Willi Arlt – Nach dem Crash

 

Eisenskulptur

2018

175 cm hoch

 

Nach dem Börsencrash 2008 kamen viele Banken und Geldinstitute und damit auch deren Vorderleute in eine arge Klemme. Sie gerieten zwischen die Fronten und drohten zu kollabieren, lagen vielfach schon am Boden. Nur mit Hilfe der Staaten und damit der kleinen Leute, kamen sie aus dem Dilemma raus. Deren Anstrengungen wendeten die Gefahr ab.

Fazit: Wenn Gefahr droht, ist jedermann gefragt, doch in guten Zeiten amüsieren sich nur wenige. Doch sollten die Geldsysteme ganz ausfallen, ginge es allen ganz dreckig und der Spalt würde sich vollends schließen.

Willi Arlt

 

 

 

Es krabbeln lauter kleine Männlein aus Stahl wie Ameisen in und um zwei Halbkugeln. Einige stemmen sie, einige lassen sich raushängen, einige ergreifen die Flucht und einige betrachten sich, unwiderstehlich von der Katastrophe angezogen,  „Das Zwischen“ .

So wird „Das Zwischen“ wird zum Mittelpunkt für die kleinen Wesen. (Text Bina)

 

 

 

                                         Mitglied und Vorsitzender von „ProArte“ in Erkelenz

                                         Mitglied und Vorsitzendervertreter im Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen.

                                         Mitglied im Kunstverein „GK-KulturGut Geilenkirchen“

                                         Mitglied und Mitorganisator bei dem Internet-Portal „Kunstlabor“

                                         Mitglied BBK Aachen

 

 

 

                                          52511 Geilenkirchen, Oberste Hof 6 – willi-arlt.de – williarlt@yahoo.de - 01724061430


Sandra Struck-Germann

                 Hüllen              Sandra Struck-Germann

 

               Skulpturenweg 2018

               Thema : das zwischen

               Pubertät – zwischen Kindheit und der Welt der Erwachsenen

 

               Die Gefühlslage der Pubertierenden liegt zwischen „dickem Fell“ und „dünner Haut“ – 

               eine für die Jugendlichen besonderes schwere Zeit. 

           Wer kann sich noch daran erinnern, 

                wie es zwischen den Welten ist?

       

 

                            

                            

                Sandra Struck-Germann

     ist Filz-Künstlerin und Dozentin aus Düsseldorf-Benrath. 

                     Ihr Schwerpunkt liegt bei großformatigen schwarz/weiß

     Portraits, die an Fotografien erinnern und mit Wolle gemalten Gesichtern und Bildern.

 

                     Filzwerkstatt Struck-tur, Silcherstraße 20, 40593 Düsseldorf – filzwerkstatt.info – info@filzwerkstatt.info 

       

 


 Zehn sehr vielfältig gearbeitete Skulpturen, verwoben in den Verwachsungen des naturbelassenen Linnicher Rurufers, bilden den „Skulpturenweg“, der zu den Höhepunkten des Linnicher Kultursommers zählt und sein zehnjähriges Jubiläum feiert.

2009 organisierte das „unermüdliche“ Künstlerpaar Bina Placzek-Theisen und Wilfried Theisen aus Rurdorf das beliebte Event zum ersten Mal.

Das Jubiläum steht unter dem Motto „Das Zwischen“, das von jedem Künstler anders interpretiert wurde.

„Zufällig“, wie Wilfried Theisen betont, bilden die Installationen des Organisationspaares Anfang und Ende des Skulpturenweges, der parallel zur Rurallee bis zur ehemaligen Linnicher Polizeischule reicht.

50 rote Kugeln schwingen als oberer Abschluss auf einer hohen Metallinstallation nahe der Rurbrücke. Sie bewegen sich „im Zwischen“ des Mit- und Gegeneinanders, wobei der äußere Anstoß eine Norm vorgibt, „der man nur schwer entgehen kann, und doch sind Freiheiten möglich“, wie Bina betont.

Im „Plattenbau“ ihres Mannes zum Thema „Zwischen Raum zwischen durch“ winden sich weißglänzende Schläuche auf und ab durch die rote Architektur und „kämpfen sich im Lebenslauf durch Zeit und Raum“.

Ein hölzerner Schwarm aus 25 Fischen schwimmt zwischen „Stadt-Land-Fluß“ und demonstriert die vielfältige Verbindung von Statik und Dynamik in der einzigen Installation am anderen Rurufer. Sie wurde gestaltet vom Frauenstammtisch Linnich, Initiatorin ist Agnes Hasse.

„Aufsteiger“ nennt Elke Bürger aus Erkelenz ihre bunten Figuren verschiedener Größe und Körperhaltung, die zwischen den Welten, zwischen arm und reich, Himmel und Erde, jung und alt oder zwischen Frau und Mann“ an einem Baum hin und her pendeln.

„Die Pubertät zwischen Kindheit und der Welt der Erwachsenen“, also zwischen „dickem Fell und dünner Haut“, interpretiert Sandra Struck-Germann aus Düsseldorf ihre zweiteilige Installation „Hüllen“. 

 Der teilweise rot bemalte Pfeil des „A(r)mor“ schießt aus einer Spalte im Bereich zwischen Wurzel und Stamm eines Baumes hervor. Das „R“ kippt aus der Reihe der aufgesetzten Holzbuchstaben nach hinten. Es macht den Unterschied aus zwischen „Amor omnia vincit“ (die Liebe besiegt alles) und „Armor omnia vincit“ (die Rüstung besiegt alles). Gestaltet ist das Kunstwerk vom Amsterdamer Künstlerduo „A+B“, nämlich Albert van Loon und Bea Peter.

„Weltenfresser“ taufte Angelika Keller aus Aldenhoven ihr Skulpturenduo aus einer augenlosen Büste mit betonter Haartolle, die in Richtung einer Weltkugel gewandt ist. Damit gestaltet die Künstlerin eine politische Botschaft und ruft dazu auf, die „Zwischenzeit“, zwischen der aktuellen weitgehenden Versorgtheit und einer zukünftig großen Veränderung zu nutzen, „die Stimme zu erheben“.

„Nach dem Crash“ hat Willi Arlt aus Lindern seine 1,75 Zentimeter hohe Eisenplastik genannt. Ein kleines Figurenreigen aus Bronze spiegelt inmitten eines Aufpralls die beiden Seiten eines Crashes wider, Betroffene und Helfer.

„Verboote“ heißt die Skulptur von Steffi Mosburger Dalz und Martin Dalz aus Wegberg. Zu sehen ist ein aus Ästen gebundenes boothaftes Konstrukt, das von mit Tinte beschriebenen, nur stückhaft lesbaren Wörtern auf weißen Fahnen umweht wird. Auf Anhieb erinnert es an die aufgebahrten Toten anderer Kulturen und kennzeichnet einen Zustand der Transformation, „den Aufbruch in etwas anderes“.

Das Innenleben eines einfachen Fisches, sowie dessen äußerliche Formvariationen spielen in zwölf Zeichnungen auf einem Banner mit dem Assoziationswillen des Betrachters. Es handelt sich um Zeichnungen des 2008 verstorbenen Künstlers Hans-Peter Tramperts, Gründer des Künstlertreffs „Eesdron“ in Hückelhoven-Millich.

Zur Vernissage im „besonderen Ausstellungsraum in der Öffentlichkeit“ eröffnete Linnichs Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker an der Treppe zum Rurufer in Höhe Trumpgenstraße. Auch hier passte „Das Zwischen“, nämlich „zwischen Stadt und Fluss, Wohn- und Werksgebäuden und Wäldern, Wiesen und Auen“. Mit einer breiten Auswahl an Getränken und kühlen Melonenstückchen luden Placzek-Theisens auf dem von Wilfried Theisen eigenhändig gemähten und gangbar gemachten Rururfer die vielen Gäste zum Verweilen ein. Bis auf einen Obolus durch den Stadtmarketingverein „Wir in Linnich“ tragen die beteiligten Künstler unentgeltlich zur kulturellen Bereicherung bei.  (ptj)

Wir bedanken uns sehr für den Text von Silvia Jagodzinska, freie Journalistin und Fremdsprachenkorrespondentin aus Jülich.

 

Die Eröffnung fand am Sonntag. den 22. Juli 2018  erst um 17 Uhr statt,

wir wollten der Hitze so einigermaßen entgehen, und hatten das Glück, daß sich die Sonne pünktlich eine halbe Stunde vorher hinter dicke Wolken verzog.

Alles war erleichtert und sah nun dem Ereignis gefaßt entgegen.

Ich kam natürlich wieder zu spät, hatte den schattigen Waldweg nach Linnich gewählt und fuhr wohlgemut mit meinem E-Mobil, Föppi genannt, parallel zur Rur in Richtung Skulpturenweg. Leider warnte mich kein Schild vor der Sperrung am Ende dieses Pfades und plötzlich stand ich vor einer für mich unüberwindbarer Schranke und konnte nur neidisch zu den Spaziergängern auf der anderen Seite der gesperrten Brücke gucken. „Grrr, schimpfte ich vor mich hin, nachdem ich mich vergewissert habe, daß ich auch wirklich nicht mit Föppi durchpaßte, „kommt jetzt gerade gut, wo ich eh schon spät dran bin, Grummel“. Also drehte ich und gab Vollgas. Kurze Erklärung, Vollgas heißt bei meinem Gerät 6km pro Stunde, da war ich in meiner Joggerzeit schneller  . 

Nachdem ich endlich da war, konnte unsere Bürgermeisterin die zahlreichen Gäste begrüßen und ihre einfühlsame und dem Thema „ das zwischen“ sehr gut nachvollziehnde Rede halten. Ich möchte mich hiermit nochmal ganz herzlich bei ihr bedanken, daß sie auch dieses Jahr mit so einer tollen Ansprache unseren Skulpturenweg eröffnet hat.

Ca 60 Besucher standen, saßen, aßen kalte Melone und tranken kalten Prosecco oder Wasser bevor sie sich auf den Skulpturenweg machten um die Kunstwerke zu betrachten.

Auch die anwesenden Künstler machten sich auf. Zwei waren wohl so bestechend, 

jedenfalls fanden die Wespen das, deren Nest sie betraten, daß sie sich direkt ans Werk machten.

Unser Willi bekam gleich die doppelte Ration. Das war der einzige Wermutstropfen. 

Ansonsten war  es eine gelungene Veranstaltung mit vielen begeisterten Leuten. Die zukünftige Glas malerei-Museumsleiterin Luzia Schlösser war hingerissen von dem hohen Niveau, wie sie sagte, und wir waren glücklich, daß unsere Künstler wieder so gute Werke präsentierten. 

Wir, Wilfried Theisen, was mein Mann ist ;) , und ich , Bina Placzek-Theisen, was seine Frau ist, danken unseren Teilnehmern, die auf ihre Kosten, die Werke produzieren, transportieren und aufbauen und einen Teil der Unkosten mittragen, sowie dem Verein „Wir in Linnich“, besonders Dorothea Gerards, für die Unterstützung und für das Werben in verschiedenen Medien sorgen, ganz herzlich. Die Presse war auch wieder da, danke Silvia Jagodzinska für den schönen Bericht.

 

Vielen Dank auch Bea Peter und Albert van Loon, die uns beim Aufbau und Ausschank so unterstützt haben. Es hat Spaß gemacht mit Euch  .

Danke unserm Sohn für die Hilfe, ohne ihn, hätten wir es nicht geschafft.

 

Danke für den Hinweis auf unsere Ausstellung an der Rur HERZOG | magazin für kultur und Dorothee Schenk

und den Teilnehmern:

Steffi Mosburger-Dalz und Martin Dalz

Elke Bürger, Willi Arlt, Künstlertreff Eesdron, Angelika Keller, Bea Peter, Albert van Loon, Sandra Struck Germann, und dem Frauenstammtisch Linnich.

 

 

 

Nach diesen Sticheleien,

beschlossen wir Warnplakate zu entwerfen und  auf zu stellen,

die auch Kinder im Vorschulalter richtig deuten können.