Skizzenbuch

Skizzen sind meine Leidenschaft. Angefangen habe ich mit meinen Kindern als sie noch ganz klein waren. Da meine aufgeweckten Jungs nur 14 Monate auseinander sind, mußte ich sie selbst beim Spielen beaufsichtigen. Damit mir das nicht zu öde wurde, versuchte ich sie in diesen Zeiten auf Papier festzuhalten. Anfangs war es eine Qual, denn  sie hielten nicht einen Augenblick inne und ich verzweifelte fast. Kaum hatte ich den Stift in Position gesetzt, da waren sie schon 10 - 20 Posen weiter. Aber ich gab nicht auf und so half mir die stetige Übung irgendwann sie erkennbar wiederzugeben. Das war der Beginn vor fast 30 Jahren und inzwischen bin ich eine leidenschaftliche Skizzenbuchführerin und Zeichnerin. 

 

Profile und die Kunst zu radieren

 

 

Ich habe mich verliebt, und zwar in die Drucktechnik der Radierung.

Noch ganz am Anfang stehend habe ich mir größenwahnsinnigerweise vorgenommen 100 Köpfe im Profil und im Tiefdruckverfahren an meinem Offenen Atelier im September zu zeigen.

Völlig unbefleckt ging ich an die Sache heran, buchte einen Kurs bei der VHS und schleppte mein kleines Skizzenbüchlein 9 x 9 cm überall mit mir herum, es könnte mir ja überraschend ein Motiv begegnen.

 

Ganz tapfer trieb ich mich die letzten Monate in Cafés, IKEA und näherer Umgebung herum und nahm meine Mitmenschen aufs Korn, ähh auf die Bleistiftspitze.

Und wieder war ich hingerissen wie unterschiedlich so ein Schädel sich verkleiden kann, dabei besitzt doch jeder das gleiche Grundgerüst.

Unglaublich was es für Profile gibt! Fasziniert von der Vielfalt, Größe und Menge der Kinne, manche sind auf der Flucht, andere hingegen recken sich mit Nachdruck nach vorn, wieder andere fallen einfach herunter. 

Es gibt kleine, große, lange kurze, dicke und knochige, sie tragen genauso viele verschiedene Unterlippen, hängende, vorstehende, zurückstehende, eingezogene, vorgewölbte, die dazugehörigen Oberlippen werfen sich auf,- manche stehen unter, nein mit Botox,- beschützen die Unterlippe und geben den sexy Oberbiss - 

Und Nasen, ja Nasen gibt es! Fantastisch welche Größe so manche Nase erreicht, nicht nur in der Länge, auch in der Breite, und das muß nicht unbedingt wein- oder gar  bierbedingt sein. Andere hingegen recken sich neugierig Dir entgegen.

Konvex, konkav oder vollkommen gerade kann sich der Nasenrücken darstellen.

Augenbrauen in allen Variationen, gerupft, gezupft, gekämmt, verstrubbelt,langgewachsen kurzrasiert, gemalt und selbst gestochen, kurz von Natur bis Fake ist alles dabei.

Und die Stirn, auch sie gibt es in fliehend, in kurz, in lang, in sehr lang und sogar bis in den Nacken reichend.

Also es wird nicht langweilig.

 

 

Da mein Plan mit den 100 Köpfen von unterwegs schon vorher feststand, muß ich die Skizzen „nur noch auf die Zinkplatten übertragen und drucken“.

Der Kurs war gebucht, die Platten gekauft, ein großer Teil Köpfe schon unterwegs gezeichnet, es sollte also heute losgehen.

Da kam der alles verändernde Anruf : Der Kurs fällt leider aus, es haben sich zu wenig Teilnehmer angemeldet.

Ich saß wie ange und be- gossen vor meinen Skizzen, den Hörer noch fest in der Hand und traute meinen Ohren nicht. Nach einer Weile fing es in meinem Schädel an zu wispern: Siehste hättste mal überlegt, Du weißt doch, daß die Kurse nicht immer zustande kommen, was machst du jetzt ? 

Passender Weise läuft gerade der Song : 

PLASTIC BERTRAND

ÇA PLANE POUR MOI

Grrrrrr

 

 

 

Der Mensch

es ist immer wieder erstaunlich , wie wenig es braucht, um einen Menschen wiedererkennbar auf Papier festzuhalten.

Schon immer haben mich Gestik und Mimik fasziniert, daß man Menschen an der Haltung ihrer Schulter , der Neigung des Kopfes oder ihrer Gang-Art identifizieren kann.

Am besten geht das ,wenn man schnell aus dem Bauch heraus skizziert und so zeichne ich seit über 20 Jahren regelmäßig auf der Strasse, im Cafè, am Strand .......Menschen. Menschenkörper - Menschenköpfe , Menschenprofile - es ist doch erstaunlich, wie sehr sich die menschlichen Profile unterscheiden, nicht nur die Form und Größe der Nase ist bei jedem anders, auch der Anschluß an die Stirn, die Steigung der Stirn, die Stirnhöhe, je mehr man darauf achtet, umso mehr Unterschiede bemerkt man. Das bewog mich zu meiner jetztigen Serie :

 

 

Profil (zeichnen) zeigen

 


Lieblingsplätze im Garten

 

Jede Technik hat ihren Reiz, und jede ist noch ausbaubar,

ich taste mich nach jahrelanger Abstinenz aus gesundheitlichen Gründen, wieder ran.

  

Mein Garten birgt viele spezielle Orte, die mich faszinieren. So fiel mir zB das grelle Farbenspiel auf meiner Küchenterrasse ins Auge und ich beschloss das skizzentechnisch mal durch zu deklinieren.

 

 

 

 

Und weiter gehts mit meinen Lieblingsplätzen

diesmal " reines Aquarell "

Das ist mir schwer gefallen, muaa ich zugeben, denn

Aquarellfarbe benutze ich schon seit Jahrzehnten, aber meist zeichne ich mit Tusche oder Fineliner das Motiv und coloriere dann. Leider verschenke ich damit viele Möglichkeiten, die das Aquarell bietet. Aber ich war immer zu ungeduldig und konnte nicht abwarten, bis die Schichten trocken waren und habe es mir meistens vermatscht. Es wird Zeit meinen Horizont wieder mal zu erweitern und habe meine Lieblingsplätze dazu auserkoren. Es fiel mächtig schwer, die Finger ruhig zu halten, als Bauchmalerin muss ich meinen Eingebungen immer unmittelbar folgen, damit die Bilder was werden. Und die besten Bilder sind die, die ich ohne Denken durchmale :D. 

Hier habe ich mich gezwungen immer nur auf trockenen Schichten weiterzuarbeiten. Ich musste mir die Hand festbinden :D …..nein, ich habe nur den Lieblingsplatz verlassen und mich anders beschäftigt, sonst hätte ich es nicht geschafft. -Böses Händchen-. Es war eine neue Erfahrung und das Leuchten kommt schön heraus, wie ich es gewollt habe. Außerdem macht Spaß wieder was auszuprobieren und ich werde das weiter ausbauen.

 

 

 


Ölkreide – Aquarell

 

Lieblingsplätze in verschiedenen Techniken hab ich mir als Thema vorgenommen. Ölkreide und Aquarell, damit hatte mein Freihandzeichnen Prof in der Uni schon tolle Bilder gemalt, er zeichnete damit zB Pflanzen im Vordergrund ein, so daß sie sich nachher aus dem Aquarell heraushoben.

 

Ich bin etwas anders vorgegangen:

 

Wunderbare Effekte lassen sich mit dieser Kombi erzielen. Auf Tourchon begann ich mit weißer und gelber Ölkreide leicht übers Papier zu reiben und setzte dann das Aquarell drüber. So arbeitete ich aus dem Gefühl heraus weiter und setzte die verschiedenen Farbtöne mal mit Ölkreide mal mit Aquarell übereinander. Eine ausbaubare Technik finde ich, die eine sehr lebendige Wirkung hat.

 

Bina, Juli 2016


 

 Gouache Tusche mit Rohrfeder

Auf der Küchenterrasse , diesmal mit selbstgeschnittener Rohrfeder, schwarzer Tusche und Gouache auf braunem Papier. Diesmal kommt das Strahlen der Farben besser raus, da der Hintergrund farblich zurücktritt. Man spürt förmlich die Wärme des Lichts. Ich sitze wieder hier und geniesse die Stimmung und den Ausblick.

 

 


 

Rotring ArtPen und 'Aquarell

Das knallige Gelb der Tischdecke, das Gelbgrün des Anglerschirms, unter dem man sich immer ein bißchen wie unter Wasser fühlt, das ausgebleichte Orange des alten Gartenstuhles und das Rosa-Rot der Hortensie, die mal blau war 'grummel'( warum werden alle , aber auch alle meine blauen Hortensien Pink, ich hasse Pink ) begann ich als erstes mit meinem geliebten ArtPen von Rotring und Aquarell im Skizzenbuch.

Ja suuuper, wieder zu spät daran gedacht, das Papier ist nicht aquarellfähig und den ArtPen mit der "wasserlöslichen Tinte", grmpf, hätte ich besser zum Schluß eingesetzt, so habe ich einen ausgefransten Baumstamm und einen Farbauftrag wie auf Klopapier.

Aber trotzdem kommt die Stimmung rüber, wenn auch nicht so intensiv, wie ich gedacht hatte.

 

 

Aber das war ja erst der Anfang meiner Reihe ;-). 

 

 


Kleine Geschichten aus dem Skizzenbuch

Menschen in Bewegung! Ich versuche Menschen zu erwischen, die ich eine Zeit lang beobachten kann, um mir das Typische einzuprägen. So entstehen mehrere Skizzen von ein und der selben Person, nur in verschiedenen Bewegungen, wie zB hier das Bäuerlein im Schwarzwald.

 

Auf dem Bergbauernhof

 

Wir hatten für ein paar Tage eine kleine Wohnung auf einem Bauernhof hoch oben im Black forrest am Ende der Strasse gebucht. Ein alter Bergbauernhof mit Kühen, Hühnern und Schafen, alles freilaufend. Mit Apfelbaumwiesen rundherum, das muß zur Blütezeit, die wir um Haaresbreite verpassst hatten, ein Traum gewesen sein und einer tollen kilometerweiten Aussicht bis, ja bis ok als wir da waren, war es bis zum nächsten Apfelbaum,………….aber bei schönem Wetter, ja dann war sie  schooon sehr weit.

Ganz kurz bekamen wir dann doch mal einen kleinen Eindruck davon.

Dafür konnte ich am Spätnachmittag den Opa vom Hof beobachten und zeichnen. Ein typisches kleines,altes Bäuerlein, wie aus dem Bilderbuch, knorzig, verschrumpelt , aber immer geschäftig unterwegs, mit einer braunen Strickmütze mit zwei Zipfeln. 

Vom Fenster oben sah ich ihm bei seinem eifrigen Tun zu. Herrlich, wie er mit seiner Zipfelmütze hin und her lief, die beiden Mützen-Zipfel wippten dabei auf und ab.

Er hatte sich eine Sense und einen breiten Rechen mit heraus gebracht. Das Mähen ging wohl nicht mehr so flott wie früher, mit stark gebeugtem Rücken und Pausen zwischen den Schwüngen, legte er aber immer noch gekonnt das Gras nieder. Nach ca 5 Schnitten wurde die Sense niedergelegt und er verschwand im Haus. Ich dachte, schon, das wars, aber da kam er wieder und nahm seine Arbeit  auf. So ging das eine ganze Weile, einen richtigen Plan schien er nicht zu haben. Zum Schluß lagen dort drei zusammengerechte Häufchen Gras und er schlurfte er zufrieden mit den Händen in den Taschen wieder ins Haus…………………Irgendwann viel später hat er sich wohl erinnert, daß er das Werkzeug draußen hatte liegen lassen :D.

 


Dat is Kunst !

 

Vor kurzem fand in Wassenberg der Kunst und Kulturtag statt.

Man hatte mich gefragt, ob ich wieder eine Installation beisteuern könnte.

Meine Idee war, aus präparierten Regenschirmen eine Allee entlang des Weges, der zum Gelände führte, in die Wiese zu stecken.

Also habe ich im Vorfeld stundenlang alte mühsam auf Flohmärkten zusammengetragene alte Schirme entkleidet, 

……die waren teilweise sehr muffig im Abgang, nachdem der Staub sich gelegt hatte und ich mich mal kräftig geschüttelt, begann der Wiederaufbau.

Rippe für Rippe bekam ein neues Kleid aus Folie

und Kabelbinder für Kabelbinder wurden drumrum gezurrt, damit das Kleid auch hielt. Schließlich türmten sich 40 Stück in meinem Atelier .

Jetzt mußten nur noch die Griffe abgesägt werden und an jeden Schirm ein 2,5 m Moniereisen, und dann ab auf den Hänger.

 

[2010 hatte ich aus solchen Schirmen und einem Laternenpfahl die Installation „Pusteblume“ gebaut und ein Jahr später die Windbreaker am Meer (zu sehen auf meiner HP und hier unter Binas Installationen)] 

 

Am nächsten Morgern wurden vor Ort sie „installiert“. Wir waren noch nicht ganz fertig da tönten schon die ersten Kritiker:

„ Wat soll dat dann sin? „

„ Ach dat sin Schörmsche „

„ Dat is Kunst “ meinte dann einer sachverständig erklärend zu dem Rest.

 

Es war göttlich, diese Worte wehten zu uns rüber aus einer Gruppe älterer WandererInnen, alle mit Stock,Hut ,Rucksack und so richtig zünftig in festen Wanderschuhen und bunten Kniestrümpfen, während sie tapfer schnaufend die sanfte Steigung des Weges erklommen. 

 

Die Skizze zeigt den Weg vom Gelände runter zur Strasse, leider ohne Gruppe, da ich mit dem Aufbau beschäftigt war. 

 


Lady in Red

 

Wir bauten im diesigen feuchtwarmen Wetter unsere Schirminstallation auf dem Burgfriedgelände auf und während die Maler und Malerinnen neben uns ihre Bilder schleppten, die Skulpteure und Skulpteusen ihre Skulpturen, brachten wir 40 mit Folie bezogene Schirmgerippe in Reih und Glied, sie waren sozusagen Wegbegleiter des Zugangs des Geländes.

Ab und zu schaute der eine oder andere Teilnehmer in den Himmel , als könnte er Petrus beschwören durchzuhalten, bis man alle Kunstwerke wieder wohlbehalten zu Hause hat.

Dabei fiel eine völlig in knalligem Rot gekleidete Frau auf, die fröhlich ihre großen Gemälde nach oben trug. Diese waren in denselben Farben gehalten, wie sie selbst , nämlich in schwarz-rot und so sah dann ihre Präsentierung auch aus, ein wohldurchdachter Hingucker! Da ich direkt daneben saß, am Ende meines beschirmten Weges, hatte ich die Gelegenheit zu skizzieren. Es gibt Menschen, die haben so ganz eigene typische Gestiken, und so ein Mensch war sie auch, sie verkaufte unter anderem Stäbe mit Metallscheiben in Tulpenform, ja richtig in Rot, und so einen Verkaufsablauf habe ich erwischt skizzentechnisch.




Eine kleine Story aus meinem Skizzenbuch,

das war 2001, also schon lange her.

Mein Sohn, seine Freundin und ich hatten 5 Tage Malta gebucht.

In unserer einfältigen Dreifaltigkeit unbedarft leisteten wir uns die Tour über Gozo.

Wir konnten ja nicht ahnen, daß es eher Jagsausflug gleichen wird.

 

Und kaum im Bus , da trafen wir sie, nein zuerst hörten wir sie:

 

 

 

Die Allein-Unterhalterin



Nur war sie leider nicht allein. Der ganze Bus voller Leute , mußte notgedrungen wegen ihrem ungedimmten , vielleicht auch nicht dimmbaren Organ, ihren eher platten Äußerungen folgen.

Egal, sie hatte ihr Ziel erreicht und wir bereuten es im Laufe des Tages nicht nur, daß wir uns auf das Abenteuer Pauschalreise eingelassen hatten und über die Insel gehetzt wurden, sondern auch ,daß wir es versäumt hatten Kopfhörer oder wenigstens Ohrstöpsel einzustecken.

Besagte Dame verbreitete solch lustige Sprüchen wie : „ …….ich lass mich nicht hetzen, wir sind doch auf der Reise, nicht auf der Flucht „,

und kommentierte all ihre Taten laut und deutlich…………Nein , das Klo war nicht dabei…………..

Also für Unterhaltung war gesorgt und Essen gab es dann auch irgendwann zwischen den 10-15 Minuten Stopps an den Sehenswürdigkeiten. Ein typisches Restaurant für Gäste mit wenig Geld und wenig Geschmack, mit einer durchschnittlichen , wie nennt man das ? , internationalen Küche und einer großen ungemütlichen Bahnhofshalle als Speisesaal. Aber wenigstens hatten wir eine ganze halbe Stunde nur zum Essen.

Mein Sohn und seine Freundin hatten nichts besseres zu tun, als sich direkt nach dem Essen einen Glimmstengel in den Mund zu stopfen. Auf diesen Augenblick muß sie gewartet haben, empört sprang sie am Ende des Saals auf und brüllte die beiden an.

OK , das mit dem Rauchen im Saal war doof, damals war es aber noch nicht verboten und wir saßen an der geöffneten Tür und sämtliche Fenster sorgten durch ihre Offenheit für eine gute Belüftung.

Entweder hatte sie uns schon ein Weilchen auf dem Kicker oder sie ergriff einfach spontan die Gelegenheit, sich bemerkbar zu machen, denn während des Essens war ihre Anwesenheit doch tatsächlich untergegangen.

Ich dachte nur, man hätte ja auch freundlich drum bitten können, statt die beiden Jugendlichen vor allen Leuten so platt zu machen. Und ich dachte, warte meine Liebe, Deine Figur ist mir eh schon in mein skizzierfreudiges Auge gefallen, ich werde noch meine Gelegenheit bekommen.

Und so war es auch:

Die nächste Station war an der Küste, dort sollten wir mit kleinen Booten zur blauen Grotte geschippert werden. Da wir so viele waren, mußten die meisten warten, bis wieder ein Boot frei war. Nicht zu glauben, auch sie bekam nicht als erste einen Platz. So saß sie auf dem Steg und baumelte mit ihren Quanten im bis dahin noch kristallklaren Wasser. :D ...nein das war jetzt böse ;-)........

Plötzlich explodierte ihre Stimme :

„Ich hab einen Fisch gesehen, ich hab einen Fisch gesehen!“.

Zufällig hörten wir wie ein vorübergehender Pilot zum anderen sagte: „ Fisch ? ich seh nur ein Reptil !“



Nachdem wir drei uns vom Boden wieder aufgerappelt hatten, auf dem wir eben noch vor Lachen rumgekugelt sind,

griff ich zu meinem Skizzenbuch, ja, da war sie, meine Chance

Hier das Ergebnis:

Genauso stand sie mit ihrem WOHLgeformten Heck am Wasser, bereit alle anderen zu verdrängen, kampfbereit, energisch und bereit ihren Platz im nächsten Boot schon jetzt zu verteidigen.

Meine Zeichnerei war wohl schon einigen aufgefallen, und während der Wartezeit kamen sie mir über die Schulter schauen. Herrlich das Prusten im Rücken und die Blicke, die zwischen meiner Figur im Buch und ihrer hin und her wanderten. Ziel fast erreicht, ich hatte eigentlich gehofft, daß sie neugierig wie sie war, auch gucken käme.

Vielleicht ahnte sie etwas.

Jedenfalls entschädigte mich das für ihre nervige Art, einem den ganzen Tag mitzugestalten.